negative Team-Mitglieder in einem Gruppengespräch

6 Tipps: weniger Einfluss für negative Team-Mitglieder

von | 5. Jan. 2026 | Apostolischer Dienst

In den ersten Jahren meiner Führungsverantwortung in der christlichen Gemeinde überließ ich negativen Team-Mitgliedern zu lange und zu viel Einfluss. Dadurch durfte ich auf die harte Tour lernen, dass das nicht immer so gut funktioniert. Manche Menschen sind einfach negativ und wollen oder erleben es nicht, dass Veränderung sichtbar wird.

Obwohl sie mir als Menschen wichtig waren und noch wichtig sind, wurde mir allmählich klar, dass zu viel auf dem Spiel steht, um negativen Menschen eine tragende Rolle in unseren Gemeinschaften zuzuschreiben. Negativität ist in der Tat ansteckend. Wenn man sich nicht direkt mit Negativität auseinandersetzt, kann sie sich auf ein gesamtes Team auswirken, ganz zu schweigen davon, dass sie einen persönlich entmutigt und schwächt.

Gott, der Schöpfer der Himmel und der Erde ist nicht negativ. Ganz im Gegenteil.

Wie also können wir den Einfluss von negativen Team-Mitgliedern minimieren?

Grundsätzlich muss unser Weg mit herausfordernden Persönlichkeiten immer sein, sie zu segnen und der Person zu vergeben. Dann können wir uns im Geist mit dem herausfordernden Thema zum himmlischen Vater kommen. Wir bitten ihn um seine Sichtweise auf die Person und empfangen seine Weisheit für die weitere Vorgehensweise.

Darüber hinaus sehe ich folgende pragmatische Möglichkeiten, wenn ich jemanden als negative Person identifiziert habe:

1. Ich lerne dazu, weiß aber zu unterscheiden

Wir wollen dieser Person in Demut begegnen, ihr, sofern die Aussagen konstruktiv sind, gut zuhören und jedes Mal von ihr lernen. Wir wollen den wahren Kern entdecken, in dem, was sie über andere über das Team sagen. Falls notwendig nehmen wir die notwendigen Änderungen vor. So kommen wir emotional und organisatorisch weiter.

2. Negative Leiter bzw. Führungskräfte

Es ist ein himmelweiter Unterschied, ob in einer Leiterschaft unterschiedliche Meinungen vertreten sind oder ob eine negative Person mit Führungsverantwortung mit am Tisch sitzt. Eine negative Person saugt die Energie aus einem Raum und aus guten Leitern. ist dies erkannt, sollte unmittelbar gehandelt werden.

3. Negative Team-Mitglieder

Negative Menschen haben, wie andere auch, einen Einflussbereich. In einer gesunden Organisation ist dieser Bereich normalerweise sehr klein. Sie haben die Leute, bei denen sie sich jedes Mal beschweren, wenn sie sie sehen.

Das ist zwar nicht bewundernswert, aber tolerierbar, solange ihr Einfluss nicht zunimmt.

Bei uns ist jeder willkommen, aber nicht jeder sollte eine Leitungsgrolle übernehmen. Unser Wunsch ist es, dass sie in der Liebe und Hoffnung Christi wachsen.

4. Wir helfen ihnen, sich selbst mit Gottes Augen zu sehen

Obwohl dies nicht immer ganz einfach ist, ist es wichtig, negativen Menschen, insbesondere, wenn sie Einfluss ausüben möchten, ehrlich zu erklären, warum wir ihnen diesen nicht geben. Wir können ihnen erklären, dass in unserer Gemeinschaft viel Platz für Leitung ist, aber nicht für Menschen mit einer negativen Agenda.

Veränderungen, sind insbesondere dann möglich, wenn sich negative Team-Mitglieder von wohlwollenden Leitern oder anderen in ihr Leben sprechen und Ratschläge geben lassen und sie offen für einen Heilungsprozess sind. Zur Unterstützung, insbesondere, um sie in ihrer Entwicklung zu unterstützen und ihnen zu helfen Gottes Sichtweise zu ergreifen, können wir ihnen Bücher, die Identitätsschule oder Mentoren anbieten. Personen, die bisher negative Team-Mitglieder waren, sich jedoch tatsächlich weiter entwickeln wollen, werden dies gerne nutzen. Destruktive Personen in der Gruppe, die ihre Negativität wie ein Ehrenabzeichen tragen, werden sich davor jedoch drücken, ggf. auch das Team verlassen.

5. Wir bitten die unverbesserlich destruktiven Personen zu gehen

Gleich vorweg: Dies darf nicht unser Ziel sein und sollte deshalb die Ausnahme bleiben.

Wenn Personen sich nicht damit zufrieden geben, ihre Negativität für sich zu behalten und diese immer und immer wieder anderen überstülpen, dann führt ihre Negativität zu Spaltungen. Ist das der Fall, müssen sie gehen. Ob sie nun bereits eine Leitungsposition innehaben oder nicht, dauerhaft destruktive negative Menschen können nicht bleiben.

über Uwe Hog

Mein Herz schlägt dafür, Menschen dabei zu unterstützen, ihre von Gott gegebenen Gaben und ihre Berufung zu entdecken und zu ergreifen. Die biblischen Themen rund um unsere Identität in Christus, Gerechtigkeit, Gaben des Heiligen Geistes sowie eine Kultur, die den Kernwerten von Gottes Königreich entspricht, begeistern mich.

Mit großer Freude lehre und trainiere ich Menschen zu den Themen Berufung, Leiterschaft, Identität, Gerechtigkeit und Gemeindebau. Ich fördere den Bau christlicher Gemeinschaften auf Basis des biblischen Gemeindemodells. Seit 2019 diene ich als apostolischer Leiter der Freien Christengemeinde LivingHope in Rosenheim in Oberbayern.